Ausblick

Ziele für 2009

Ausblick für das Jahr 2009

Die am 6. November 2008 veröffentlichte und zuletzt am 18. August 2009 bestätigte Gewinn- und Umsatzprognose wird Vestas voraussichtlich einhalten können. Demnach wird die EBIT-Marge zwischen 11 und 13 Prozent liegen, und die Umsätze werden sich auf 7,2 Mrd. EUR belaufen. Ferner wird das Nettoumlaufvermögen bis 2009 voraussichtlich 10 bis 20 Prozent der Umsätze entsprechen und damit höher als die bisher erwarteten 10 Prozent ausfallen. Verantwortlich für diesen Anstieg sind hauptsächlich Verzögerungen beim Abschluss von Verträgen sowie ein hoher Komponentenbestand. Vom Gesamtumsatz in Höhe von 7,2 Mrd. EUR entfallen 550 Mio. EUR auf Umsätze mit Serviceleistungen, die EBIT-Marge beläuft sich hier auf 15 Prozent. Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände dürften mit jeweils 800 und 200 Mio. EUR und insgesamt 1 Mrd. EUR unverändert bleiben. Bei den Finanzanlagen wird ein Wert von 40 Mio. EUR und damit etwa das Doppelte der bisher prognostizierten 20 Mio. Euro erwartet. Das Unternehmen geht außerdem davon aus, dass der Effektivsteuersatz bei 28 Prozent unverändert bleibt. Die erwarteten Rückstellungen für Garantieleistungen in Höhe von 3 bis 4 Prozent des Umsatzes sind dabei ein Zeichen für die höhere Zuverlässigkeit, die längeren Betriebszeiten und die optimierte Leistung der Windenergieanlagen.

Ausblick für das Jahr 2010

Für 2010 erwartet Vestas eine EBIT-Marge von 10 bis 12 Prozent und Umsätze in Höhe von 7 bis 8 Mrd. EUR. Die große Spanne der Umsatzprognose ist den Unsicherheiten geschuldet, mit denen die Unternehmen aufgrund der Finanzmarktkrise derzeit leben müssen.
Grund für die stagnierenden Rentabilitätszahlen sind die kurzfristig erwarteten Überkapazitäten sowie das Vorhaben des Unternehmens, seine führende Stellung in der Branche durch die Einstellung von weiteren 600 Mitarbeitern in der Forschung und Entwicklung zu konsolidieren. Der Löwenanteil des Umsatzes dürfte 2010 auf den Märkten erwirtschaftet werden, auf denen Vestas bereits etabliert ist. Auf dem durch die Wirtschaftskrise stark beeinträchtigten spanischen Markt hat die unsichere Lage jedoch teilweise zu einem Stillstand geführt. Die voraussichtlichen Umsätze von 8 Mrd. EUR, die u. a. den besseren Umsatzchancen auf dem US-amerikanischen Markt nach 2010 zu verdanken sein werden, würden weitere Einstellungen und Investitionen ermöglichen und damit das Wachstum nach diesem Jahr sichern.
Bei Preisen und Konditionen erwartet Vestas für 2010 keine nennenswerten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Auf dem US-amerikanischen Markt haben zurzeit Überkapazitäten zur Folge, dass Preise und Konditionen sich bei bestimmten Projekten ungünstig entwickeln. Der Personalaufbau an den neuen US-Standorten wird deshalb auf die tatsächliche Auftragsentwicklung ausgerichtet. 2009 fielen die Auftragseingänge überraschend niedrig aus, wobei insbesondere die unerwartet langen Abwicklungszeiten negativ ins Gewicht fielen. Für die nächsten Monate rechnet das Unternehmen jedoch mit Aufträgen in Höhe von mehreren Milliarden Euro, mit denen die Umsatzziele für 2010 erreicht werden könnten.
Auch wenn das Kerngeschäft nicht mehr durch starke Schwankungen im Jahresverlauf gekennzeichnet ist, dürfte Vestas 2010 den Großteil der Umsätze und Gewinne wieder in der zweiten Jahreshälfte erwirtschaften. Dabei wird das voraussichtlich stark schwankende Nettoumlaufvermögen Ende 2010 15 Prozent der Jahresumsätze entsprechen. Die Umsätze mit Serviceleistungen könnten auf 600 Mio. EUR steigen und dabei die EBIT-Marge von 2009 erreichen. Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände dürften jeweils 250 bzw. 350 Mio. EUR betragen. Die vergleichsweise niedrigen Investitionen in Sachanlagevermögen sind dadurch zu erklären, dass 2010 große Investitionsprogramme insbesondere in China und den USA auslaufen.
Bei den Finanzanlagen wird ein Wert von 25 Mio. EUR erwartet. Auch 2010 dürfte sich der Effektivsteuersatz auf 28 Prozent belaufen. Bei den Rückstellungen für Garantieleistungen wird ein Rückgang auf 3 Prozent prognostiziert. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch des Unternehmens muss 2010 einen Wert von 50 Prozent erreichen.
Für Ende 2010 erwartet Vestas eine 22.000 Mitarbeiter starke Belegschaft.

Triple15

Ausgehend von den bisherigen Ergebnissen, den steigenden Kapazitäten, den erzielten Einsparungen und Effizienzsteigerungen – darunter die Umstrukturierungen in Fertigung und Vertrieb –, den höheren Leistungen von Windenergieanlagen sowie der Entwicklung neuer Serviceangebote erwartet Vestas eine Erhöhung der EBIT-Marge auf 15 Prozent und eine Umsatzsteigerung auf 15 Mrd. EUR im Einklang mit der Six-Sigma-Qualitätssicherung bis spätestens 2015 – die sogenannte Agenda "Triple15". Erzielt wird das Wachstum in harter Konkurrenz mit den bereits existierenden Anbietern, aber auch mit den neuen Konkurrenten aus Asien, welche in der Regel keine eigenen Windenergieanlagen entwickeln, sondern Patente anderer Hersteller nutzen.

 


 

2009.02.27