Vestas-Politik zur Vereinbarung der Windenergie mit der Tier- und Pflanzenwelt

Vestas-Politik zur Vereinbarung der Windenergie mit der Tier- und Pflanzenwelt
Jede menschliche Tätigkeit beeinflusst auf die eine oder andere Art und Weise die natürliche Umgebung. Viele Leute sehen die schlimmste Bedrohung für die Tier- und Pflanzenwelt im globalen Klimawandel. Laut der UN-Sachverständigengruppe für Klimawandel (IPCC) „sind die wichtigsten vorhergesagten biophysischen Auswirkungen (des globalen Klimawandels) … Veränderungen in den natürlichen Ökosystemen mit schädlichen Auswirkungen auf viele Organismen, einschließlich Zugvögel“ (IPCC, 2007).
Die Windenergie ist eine der zentralen Lösungen zur Entschärfung dieser Bedrohung. Eine umfassende Integration der Windenergie wirkt sich daher auf äußerst positive Weise auf die Umwelt aus.
Allerdings ist es möglich, dass Windparks die Tier- und Pflanzenwelt vor Ort beeinflussen, beispielsweise Vögel und Fledermäuse. Wenn Windenergieanlagen ohne ausreichende Berücksichtigung dieser potenziellen Auswirkungen errichtet werden, können sie die Tier- und Pflanzenwelt beeinträchtigen.
Vestas ist der Überzeugung, dass eine richtige Standortwahl ein ganz wesentliches Instrument zur Vermeidung solcher Probleme ist. Die Windenergiebranche ist in großem Umfang an neuen Forschungsaktivitäten beteiligt, mit denen mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt besser verstanden und neue Erkenntnisse zur Vermeidung dieser Auswirkungen formuliert werden sollen. Vorher-Nachher-Auswertungen stellen dabei wichtige Instrumente zur Erreichung dieses Ziels dar und tragen darüber hinaus zu einer faktenbasierten Diskussion über diese wichtigen Sachverhalte bei.
Regierungen und Windparkentwickler tragen gleichermaßen die Verantwortung für eine angemessene Standortwahl im Hinblick auf die Tier- und Pflanzenwelt (und auch auf andere Faktoren). Wie in der Vestas-Politikempfehlung zur „Raumplanung für die umfassende Integration der Windenergie“ ausführlich beschrieben, sollten Regierungen unter Berücksichtigung der Tier- und Pflanzenwelt geeignete Gebiete für Windenergie sowohl an Land als auch vor der Küste identifizieren.
Mit einer richtigen Standortwahl sollten wesentliche Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt vermieden werden. Ein zentrales Kriterium sollte es dabei sein, nicht akzeptable Auswirkungen auf die jeweilige Gesamtpopulation von Tieren zu verhindern. So hätten zum Beispiel relativ wenige Todesfälle bei einer seltenen Vogelart eine größere Auswirkung als eine höhere Todesrate bei einer großen Population. Hinsichtlich dieser Umweltverträglichkeitsprüfungen unterscheiden sich Windparks nicht von anderen Arten von Infrastrukturprojekten, vor deren Realisierung oftmals solche Prüfungen erforderlich sind. Hierbei ist das Ziel nicht notwendigerweise die Vermeidung aller Auswirkungen, sondern sicherzustellen, dass die sich ergebenden Auswirkungen in Bezug auf den Nutzen des Projekts akzeptabel sind.

2009.02.27