Neue Energiestrategie in Dänemark

Am 19. Januar 2007 verabschiedete die dänische Regierung eine neue Energiestrategie für das Land. Langfristig soll mit dieser Strategie die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern erreicht werden. Dazu sollen die Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien verbessert, mehr Aufmerksamkeit auf Energieeffizienz gelegt, sowie mehr Mittel für Forschung und Entwicklung bereitgestellt werden.

Mit dieser Strategie regt die dänische Regierung eine Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien am Energieverbrauch von heute 15 Prozent auf mindestens 30 Prozent im Jahr 2025 an. Zur Erreichung dieser Ziele werden neue Förderprogramme in Verbindung mit einer verstärkten strategischen Planung vorgeschlagen. Richtziel ist die Erhöhung der Leistung aus Windenergieanlagen von 3.000 MW auf 6.000 MW bis zum Jahr 2025.

Ein Konsens im Parlament ist nicht nur von entscheidender Bedeutung, um das Vertrauen der Investoren in den dänischen Windenergiemarkt wiederherzustellen, der seit drei Jahren praktisch stagniert; sondern auch, um das Bild von Dänemark als Vorreiter bei der Integration sauberer, erneuerbarer Energien im nationalen Energiesystem zu festigen und zu verbreiten. 

Für Dänemark geht es darum, seine Position als weltweit bekanntester Vertreter beim Einsatz von Windenergie wiederzugewinnen. Insbesondere kann das durch den Austausch alter Anlagen durch modernste High-Tech-Windenergieanlagen geschehen. Dies wird zum einen wegen der EU-Entscheidung über die Einführung verbindlicher Zielvorgaben für erneuerbare Energien zunehmend wichtiger, zum anderen aber auch angesichts der für 2009 in Kopenhagen angesetzten Weltklimakonferenz (COP 15).

Mehr dazu

Danish Wind Industry Association
Danish Energy Authority
Dänisches Umweltministerium

2009.02.27