Auf Anfrage der britischen Regierung unter Premierminister Blair verfasste der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Sir Nicholas Stern, einen 700-seitigen Bericht über die Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Dieser Bericht wurde im Oktober 2006 veröffentlicht.
Entgegen früheren Berichten zu diesem Thema kam Stern zu dem Schluss, dass der negative Einfluss des Klimawandels auf die Wirtschaft weit stärker ist als ursprünglich angenommen.
Ausgehend von anerkannten Wirtschaftsmodellen wird im Bericht geschätzt, dass die Risiken und Kosten des Klimawandels, z. B. in Form von Infrastrukturschäden, Problemen bei der Wasserversorgung oder Nahrungsknappheit, jedes Jahr insgesamt mindestens fünf Prozent des Weltbruttoinlandsprodukts (BIP) betragen werden, wenn nicht jetzt etwas dagegen unternommen wird. Werden die Risiken und Auswirkungen weiter gefasst, rechnet man sogar mit Schäden von 20 und mehr Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Die Kosten für Maßnahmen zur Bekämpfung der schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels, z. B. die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, belaufen sich lediglich auf etwas mehr als ein Prozent des Weltbruttoinlandsprodukts. Im Bericht wird unter anderem die Einführung einer Umweltsteuer zur Begrenzung der Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft vorgeschlagen.
Aus Sterns Überzeugung, dass die Welt jetzt handeln muss, um Schlimmeres zu verhindern, folgt direkt, dass wir unsere zukünftige Energieversorgung erneut überdenken müssen. Da die Produzenten konventioneller Energien zu den größten Verursachern von Treibhausgasen gehören, muss die Energieversorgung in Zukunft unbedingt so verändert werden, dass mehr saubere Energie erzeugt wird.


